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Geschichtliches über Dinhard

Fundamente eines Kirchenbaus aus dem ausgehenden 7. oder frühen 8. Jahrhundert legen die Vermutung nahe, dass sich der Ort im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung zu einem eigentlichen Siedlungszentrum entwickelt hatte.Erstmals taucht der Name Dinhard 1275 als „Thynhart“ auf, während sich das Geschlecht der Herren von „Eschelincon“ (Eschlikon) bereits 45 Jahre früher urkundlich nachweisen lässt.

Das heutige Gotteshaus entstand in den Jahren 1511 bis 1515. Archäologische Untersuchungen, die bei der Innenrenovation in den Jahren 1972/73 durchgeführt wurden, geben Hinweise darauf, dass im Mitttelalter eine kleine Kirche mit halbrunder Apsis, aber ohne Turm bestand. Kurz vor der Reformation wurde die Kirche vergrössert. Aus jener Zeit stammt auch der spätgotische Chor und der 32m hohe Turm.

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Kunsthistorisch interessant sind die Reste von spätgotischen Malereien im Chor der Kirche. Kunstgeschichtlich sind diese insofern von besonderem Interesse, als sie unvollendet geblieben und übermalt worden sind. Sie stammen aus dem Jahre 1526, blieben aber wegen des Bildersturms im Zusammenhang mit der Reformation unvollendet. Daraus entstand eine Momentaufnahme, welche uns heute zeigt, wie der Meister seine Bilder vorgezeichnet, bemalt und mit dem Pinsel bearbeitet hatte. Der Auftrag an den Maler wurde gekündigt, und die vollendenten sowie die erst als Entwürfe mit Bleistift skizzierten Gestalten und Ornamente verschwanden für rund 450 Jahre unter weisser Tünche. Während der Innenrenovation wurden die Kunstwerke sorgfältig freigelegt und können jederzeit besichtigt werden.

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Ein Gedenkstein neben dem Eingang zum Kirchturm erinnert an einen prominenten Dinharder Bürger aus der Reformationszeit. „Dem Andenken an Jakob Wiesendanger (Ceporin) von Dynhard“ ist darauf zu lesen. Ceporin (1499-1525) galt nach seinen Studien an den grossen europäischen Universtitäten als grosser Gelehrter der biblischen Ursprachen Griechisch und Hebräisch. Reformator Ulrich Zwingli berief den Übersetzer bedeutender antiker Werke 1522 als 23-Jährigen an eine Lehrstelle nach Zürich, 1525 übernahm Ceporin eine Professur für Hebräisch an der theologischen Hochschule, der sogenannten „Profezei“. Im selben Jahr starb der Hochbegabte im Alter von 26 Jahren.

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